Singprojekt September bis Dezember 2017

Alle 14 Tage ertönen aus unserem Turnraum wunderbare Stimmen. Dort nämlich begeistern Sabine Schnabel und Sissy Distel unsere Kinder mit lustigen Übungen zur Stimmbildung und mit wunderschönen Liedern für unsere Weihnachtsfeier. Da nämlich soll ein kleines Musical vorgeführt werden. Schon jetzt danken wir unserem beiden ehrenamtlichen Musikerinnen für ihr großes Engagement.

 

 

Auf den Spuren unserer Eltern im März 2017

Was arbeiten eigentlich meine Eltern? Unter diesem Motto waren die „Löwen“ (Vorschulkinder) des Kinderhauses Kunterbunt am 30.03.17 unterwegs. Unser Ziel war dieses Mal die Feuerwache Süd in Stuttgart, bei der Bens Papa als Feuerwehrmann arbeitet. Ben führte uns sicher anhand einer Straßenkarte von der U-Bahn zur Feuerwache.

„Bist du der Chef hier?“ fragte gleich zur Begrüßung ein beeindruckter Löwe Herrn Kienle.

Geduldig erklärte uns der Feuerwehrpapa, dass immer 15 Männer oder Frauen im Team anwesend sein müssen und wie so ein Feuerwehrmannalltag aussieht. Währenddessen ging schon der 1. Alarm los. Und schon kamen ein paar Männer die Stangen runtergerutscht, sprangen in ihre (zum Glück „meist“ ordentlich hingerichtete) Berufskleidung und verschwanden mit dem Drehleiterwagen…

Ein Rundgang durchs Haus folgte. Wir erfuhren, dass ein Dienst 24 Stunden dauert, es wie zu Hause eine Küche, Schlafräume, Fernsehzimmer, Duschen („Auch für Mädchen!“ ),…gibt, sahen eine Kleiderkammer mit 80 Ausrüstungen, wagten sogar einen Blick in die Tiefe der Rutschstangen von oben und wie sie gesichert wird, dass keiner runterfallen konnte.

An einer großen Pinnwand hingen die Pläne der Fahrereinteilungen…Da ertönte ein Gong (fast wie bei uns im Kindi) für die Vesperzeit.

Nebenher arbeiten die Feuerwehrmänner und Frauen in einer Schreinerei oder in der Zentralwerkstatt für Motorkettensägen. „ Hat es da aber viele Sägen!“  bemerkte ein Mädchen erstaunt. Getestet werden die Sägen in einer schalldichten Kabine, aus der selbst lautes Kindergebrüll kaum nach außen dringt.

„Dürfen wir auch mal in ein Auto sitzen?“ fragte ein Löwenmädchen. „Ne, wenn da ein Einsatz ist, ist das schlecht…“, beantwortete ein Löwenjunge die Frage.

Bevor wir dann doch ein Fahrzeug besteigen durften, wurden unsre Hände und Köpfe anhand einer Wärmebildkamera festgehalten. „ Das braucht man, damit man in verrauchten Zimmern jemand findet“, wusste wiederum ein schlaues Kerlchen. (Sie macht die Körperwärme in schwarz weiß Bildern sichtbar!) „Ah, wo es kalt ist sieht man es dunkel und warm ist hell!“ erkannte ein anderes Kind. Es gab noch Vieles anderes zu sehen:

-          Die Atemschutzausrüstung, die kaum von den Kindern hoch zu heben war

-           Hydraulische Spreizer, Hebekissen, Sprungpolster, Schläuche, Beile, Kombischaumstahlrohre, etliche Hilfsleistungs-und Löschgruppenfahrzeuge … und zum Schluss der Turboventilator, mit dem wir weggeblasen wurden…

Ein aufregender und interessanter Vormittag mit 4 Einsätzen ging viel zu schnell vorüber.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Kienle, der mit endloser Geduld die Fragen („Kann es eigentlich auch bei der Feuerwehr brennen?“) der kleinen zukünftigen Feuerwehrmänner beantwortete.

Für Ben ist es selbstverständlich, dass er auch einmal in die Fußstapfen seines Papas tritt!

"Flipsy und Kasimir" im November 2016

Die erste Adventswoche begann für unsere Kindergartenkinder besonders erlebnisreich: Das vor dem Kinderhaus vorfahrende Polizeiauto von Frau Rienhard sorgte am Montag, den 28.11.2016 für freudige Aufregung. Sie war gekommen, um im Rahmen des Präventionsprojektes der Polizei das interaktive Puppenspiel „Flipsy und Kasimir“ aufzuführen, anhand dessen den Kindern das Thema „sexueller Missbrauch“ kindgerecht vermittelt wird. Die kleine Maus Flipsy, die sooo gerne Käse isst, wird auf ihrem Nachhauseweg vom Kater Kasimir angesprochen, der sie mit einem Stück Käse dazu bringen möchte, in sein Auto zu steigen. Ob Flipsy das wohl tun sollte?

Die Kinder wurden durch die Vorführung dazu angeregt, auf ihr gutes oder schlechtes Bauchgefühl zu hören und auch laut „Nein!“ sagen zu lernen. Am Ende betonte Frau Rienhard: „Redet mit euren Eltern unbedingt nochmal darüber, dass sie nicht mit euch schimpfen dürfen, wenn ihr mal etwas falsch gemacht habt und es ihnen dann erzählt.“

Gesund und fit durch den Herbst (Oktober 2016)

Mit dem Erntedankfest stiegen wir in unser neues Thema: „gesunde Wochen“ ein. Wir wollen mehr über die Ernährung erfahren, wo die Früchte wachsen, wie man sie zubereitet, damit experimentieren und uns auf die Spurensuche durch unsren Körper machen…

Schon in der ersten Woche bekamen wir tolle Unterstützung von 2 Müttern. Frau Haug bereitete Müsli mit den Kindern vor. Mit Begeisterung schnippelten die Helferlein Äpfel, Trauben, Bananen, u.v.a. Obst. Dann verrührten sie Quark, Joghurt und Milch und zusammen mit Haferflocken und versch. Nüssen war für jedes Schleckermäulchen etwas dabei.

Einen Tag später kam Frau Theurer, um mit den Vorschülern Brotteig herzustellen. Jeder Löwe durfte sein eigenes Brötchen backen und die anderen bekamen später von einem Brotlaib etwas ab.

Das besondere war, dass wir nun (wie früher) mit den geformten Laiben zum Backhäusle „Theurer“ laufen mussten. Opa Theurer hatte den Ofen schon angefeuert, so dass wir die Backwaren sofort reinschieben konnten. Währenddessen konnten sich die kleinen Bäcker im Garten austoben.

Bald duftete es herrlich und …schmeckte super lecker!

Ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Haug und Frau Theurer für ihren gelungenen Arbeitseinsatz. Das können wir gerne wiederholen.

Das Kinderhaus Kunterbunt Team

Literacy Projekt (Juni bis August 2016)

Kinder lieben es, Papiere zusammen zu tackern. Sie lassen kleine Heftchen entstehen und zeigen stolz, was sie schon alles schreiben können.

Aber wie macht man eigentlich so ein richtiges Büchlein? Zum Glück haben wir eine Fachfrau unter den Eltern, die mit viel Hingabe und Engagement den Kindern zeigte, wie man ein Büchlein bindet.

Jedes interessierte Kind durfte mit Frau Stegmann (Bibliothekarin und Mutter von 3 Kindern) sein Heft selbst gestalten und lernte von der Picke an das Handwerk des Buchbinders:

  • Blätter mit dem Falzbein falten, Löcher mit Hilfe der Ahle und der Vorstechschablone bohren, danach zusammennähen…
  •  Den Umschlag mit buntem Einbandpapier auf dicke Pappe leimen und  ein Lesebändchen dran…

Als nächstes wollten wir Papier selbst herstellen und recycelten Zeitungen und alte Eierkartons. Und tatsächlich, aus vielen kleinen Schnipseln im Wasser eingeweicht, entstanden neue Papiere, wenn man sie auf einem Sieb herausfischt und trocknen lässt!

Nach dem Papierschöpfen durften die Löwen und Füchse zum krönenden Abschluss  (im August 16) die große Stadtbücherei in Stuttgart besichtigen. „Leseohren“ aufgeklappt…mit einem kleine Aufwärmprogramm präsentierte uns Frau Linda Roller auf einfühlsame Weise eine Bilderbuchshow von Käpt´n Knitterbart. Danach durften die Kinder auf eigene Faust in den unzähligen Büchern stöbern und schmökern.

Über das Innere des Gebäudes, das sog. Herz der Bibliothek (ein 4 Stockwerke hoher Galeriesaal) machten wir uns mit etlichen Büchern und vielen Eindrücken auf den Heimweg.

Ein gelungenes Projekt, wie wir finden und ein herzliches Dankeschön an Frau Stegmann und Frau Roller. Mit so viel Input begeben wir uns auf die Spurensuche über die Geschichte des Papiers oder von Zeichen zur Schrift?

Das Kinderhaus Kunterbunt Team

Wir lernen den Mulitcopter und das Segelflugzeug kennen (Januar bis April 2016)

Im Rahmen des Projektes „Faszination Fliegen“ warteten in der letzten Woche zwei spannende Aktionen auf alle Projektkinder:

Am Mittwoch, den 20. April kam Herr Knie ins Kinderhaus, um uns auf den nahegelegenen Feldern seinen Multicopter vorzustellen. Dabei konnten wir nicht nur den Flug dieses „X-Ufos“ bestaunen, sondern auch dessen liveübertragene Luftaufnahmen auf einem Monitor am Boden betrachten. Wir erfuhren, dass der Multicopter bis zu einer Entfernung von vier Kilometer steuerbar ist und dass man ihn zur Auffindung von Vermissten, zur Überprüfung schwer erreichbarer Objekte wie z.B. Windkrafträdern oder einfach nur zum Spaß einsetzen kann. Wir wollten wissen, ob dieses Flugobjekt auch Loopings in der Luft fliegen kann. Herr Knie verneinte und erklärte, dafür sei es zu schwer.

Am nächsten Tag besuchten wir den Aero Club beim Jägerhaus in Esslingen, wo uns Herr Wagner erste Einblicke in die schwerelose Hobby-Piloten-Welt ermöglichte. Beim Vesper auf dem Fluggelände erklärte er uns, dass ein Segelflugzeug mit Hilfe einer Seilwinde oder eines Motorflugzeugs in die Luft katapultiert wird und dass Segelflugzeuge die Thermik nutzen, um an Höhe zu gewinnen.

Dann besichtigten wir den Hangar mit den Flugzeugen: mehrere Segelflugzeuge und Motorflugzeuge mit Propellern befanden sich darin. Und weil man extra für uns einen Doppelsitzer in einer stabilen Lage fixiert hatte, konnten wir auch einsteigen und nachempfinden, wie man sich als angehender Pilot so fühlt. „Warum sind hier so viele Armaturen?“ fragte ein Junge beeindruckt. Herr Wagner erklärte uns die verschiedenen Instrumente wie das Höhen-und das Variometer. Dann entdeckte ein Kind den Steuerknüppel und wir erfuhren, wie man damit das Quer-und Seitenruder bewegt und dadurch schöne Kurven fliegen kann. Geduldig warteten alle Kinder, bis sie auch einmal im Cockpit sitzen durften und die Flugzeughaube über ihnen geschlossen wurde.

Bevor wir gingen, wollten einige noch wissen, ab wann man eigentlich mit dem Segelfliegen beginnen kann. Herr Wagner antwortete: „Mit vierzehn Jahren dürft ihr gerne zum Schnuppern bei uns vorbeikommen.“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Knie und dem Aero-Club Esslingen für die Vorstellung Ihres beeindruckenden Hobbies.

Euer Kinderhaus Kunterbunt