Unsere Arbeit nach dem Orientierungsplan

Bildungs-und Entwicklungsfeld „Körper“

In unserer Werkstatt

Unser Ziel ist, dass die Kinder die vielfältigen Möglichkeiten ihres Körpers kennen und wertschätzen. Die Kinder  lernen Bewegungsabläufe zu koordinieren, ihre konstitutionellen Grenzen kennen und erfahren die vielfältigen Möglichkeiten körperlichen Ausdrucks. Sowohl grobmotorische als auch feinmotorische Fähigkeiten werden gefördert. Die Freude an der Bewegung steht stets im Vordergrund. Dabei entwickeln die Kinder ein gesundes Körperbewusstsein, wissen um eine gesunde, vielseitige Ernährung und können sich auch Ruhepausen ermöglichen.

Konkret umgesetzt wird dies:

  • Zugang zum Bewegungsraum während des Freispiels
  • Täglicher Aufenthalt im Garten
  •  Gezielte sportpädagogische und rhythmische Angebote
  • Draußentage
  • Gesunde Ernährung wird thematisiert, umgesetzt und gesundes Essverhalten vorgelebt
  • Projekte in Werkraum und dem Atelier
  • Rückzugsmöglichkeiten

Bildungs-und Entwicklungsfeld „Sinne“

Natur erleben

Die Kinder erleben die Welt und sich selbst über sinnlich, differenzierte Wahrnehmung. Sie eignen sich die materielle und personale Umwelt mit all ihren Sinnen an, setzen sich somit aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und entwickeln Selbstvertrauen und Handlungskompetenz. 

Konkret unterstützen wir die sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit durch bspw:

  • einer Raumgestaltung, die die Sinne anregt, Fotos, Bilder, Kunstdrucke
  • einer Materialauswahl, die sinnliche Erfahrungen ermöglicht 
  • Schutz vor Reizüberflutung durch eine begrenzte Auswahl an Material
  • Zugang zu Instrumenten, CD´S mit unterschiedlichen Klang –und Musiklerlebnissen
  • Aktives Singen
  • Theater- und Museumsbesuche
  •  Atelier und Holzwerkstatt
  • Anregende Düfte aus dem Küchenbereich, Kräuterbeet
  •  Essen und  gemeinsames Kochen als sinnliches Erlebnis
  • Feiern von Festen
  • Experimentieren mit Wasser und anderen Materialen
  • Wald und Natur als Raum sinnlicher Erfahrung
  •  Garten zum Matschen, Pflanzen, Klettern u.a.

Bildungs-und Entwicklungsfeld „Sprache“

Das Erlernen von Sprache ist eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung der individuellen und sozialen Persönlichkeit. Sprache bildet sich durch vor allem durch Interaktion mit der Umwelt. Gute sprachliche Fähigkeiten sind eine wichtige Voraussetzung für den späteren schulischen Erfolg

Konkret unterstützen wir die sprachliche Ausdrucksfähigkeit durch:

  • Fingerspiele, Abzählverse, Gedichte Und Lieder
  • Bilderbücher und Geschichten vorlesen und erzählen
  • Zugang zur Kinderbibliothek
  • Besuch der örtlichen Bücherei
  • Erzählkreise
  • Kinderkonferenzen (Bedürfnisse und Meinungen werden artikuliert)
  • Sprachhilfe 
  • Rollenspielecke
  • Vorleseoma (kommt 14-tägig zum Vorlesen in die Einrichtung)

Bildungs-und Entwicklungsfeld „Denken“

Messen und dokumentieren

Von Geburt an besitzen Kinder kognitive Fähigkeiten. Sie nehmen ihre Umgebung mehr und mehr differenziert war, entwickeln eigene Denkmodelle, suchen nach Zusammenhängen und erschließen sich dadurch ihre Umwelt.

Wir unterstützen dies:

  • Experimentieren (mit Wasser, Luft, Magneten…)
  • Technische Geräte in Einzelteile zerlegen
  • Benutzung von Lupen, Taschenlampen, Spiegeln, Zeitmessern, Meterstäben…
  • gemeinsames Reflektieren von Erlebnissen, Regeln usw.
  • Erstellen von Lerngeschichten
  • Einbeziehung der Kinder in Entscheidungsprozesse
  • Medienangebot (Lexika, Bücher, Internet)
  • Bereitstellung von Konstruktionsmaterial
  • Sammel- und Sortieranlässe

Bildungs-und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“

sich freuen- wertschätzen- danken

Gefühl und Mitgefühl lernen die Kinder nur im Umgang mit anderen.

Das Lernen durch Nachahmung ist hier von großer Bedeutung. Kinder beobachten uns Erwachsene im täglichen Miteinander, erleben unseren Umgang mit Gefühlen, unseren Umgang mit Menschen und der Natur. Hier haben wir Erzieherinnen gemeinsam mit den Eltern Vorbildfunktion. Wichtig ist, dass der Kindergarten als Ort erfahren wird, in dem Gefühle artikuliert werden, zugelassen werden dürfen, aber auch die Möglichkeiten der Regulation von Gefühlen gelernt werden. Dies kann nur in einer vertrauensvollen Atmosphäre mit absoluter Wertschätzung gelingen. 

  • Kinder erleben Demokratie (sie entscheiden mit, stimmen in der Gruppe ab, erkennen wechselseitig Rechte an) z.B. in Kinderkonferenzen
  • Exkursionen (Krankenhaus, Feuerwehr, Polizei, Theater)
  • Kooperation mit dem örtlichen Pflegeheim (Besuche, gemeinsame Aktionen)
  • Regeln und Rituale im Alltag
  • Verlässliche Bezugspersonen
  • Gestaltung von Übergängen (Schule, Aufnahme in den Kindergarten…)
  • Rollenspielecken
  • Entwickeln eines ökologischen  Bewusstseins mit Verantwortung für die Natur (Mülltrennung, regionaler Einkauf, kein Abreißen von Zweigen , kein Töten von Insekten…)
  • Patenkinder (d.h. die älteren Kinder übernehmen eine Patenschaft für ein neues Kind und helfen ihm bei der Bewältigung des Kindergartenalltags)

Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinn, Werte und Religion“

Einzug in Jerusalem

Wir sehen in jedem Kind ein Geschöpf Gottes. Als solches ist es bedingungslos geliebt und wertgeschätzt.

Spätestens im Kindergartenalter erkennen Kinder, dass ihre Eltern nicht "Alles", nicht "Gott" sind, sondern menschlich und damit unvollkommen und fehlbar. Daher macht sich das Kind mit seinen Fragen auf die Suche nach dem "Mehr" nach dem Transzendenten. Es will wissen: "Woher komme ich", "Wie ist das mit dem Sterben?", "Wer ist der Größte, der Mächtigste usw. auf der ganzen Welt?". Diesen Fragen begegenen wir mit unserm christlichen Glauben. Wir erzählen biblische Geschichten, beten und singen Lieder, von denen wir hoffen, dass sich die Worte tief in die Herzen der Kinder einpflanzen. Wir wünschen und sehr, dass unsere Kindergartenkinder auf diese ersten Begegnungen mit Gott in ihrem späteren Leben zurückgreifen können, und sie resilient gegenüber Veränderungen und Krisen sind. Die Vermittlung christlicher Werte wie Nächstenliebe und Toleranz (auch gegenüber anderen Religionen und Lebensentwürfen) ist uns eine weiteres Anliegen.

Christliche Erziehung setzen wir um:

  • Gebet vor dem Essen
  • Bibelkreis (religionspäd. Einheit)
  • Religiöse Lieder auch im Morgen- und Schlusskreis
  • Biblische Ecke mit Bilderbüchern, Kreuz, Kerze und Gebetswürfel
  • Gottesdienste in der Osterfeldkirche für die Kindergärten
  • Regelmäßige Besuche der Pfarrerin im Kindergarten
  • Teilnahme an Gemeindefesten und besonderen Gottesdiensten z.B. Erntedankfest, Einschulungsgottesdienst
  • Vorleben des eigenen christlichen Glaubens