Unsere Highlights 2017

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Besuch der Zimtsternchen-Theatertage am 06.12.2017 in der Dieselstraße

 Kennen Sie die Ochis? Das ist eine Drei-Generationen-Familie aus kleinen, grünen Wesen mit großen Nasen und drei Hörhörnern auf dem Kopf, mit denen sie einen Mäusepups und Regenwürmer husten hören können. Außerdem besitzen sie einen Drachen namens „Feuerstuhl“. Alle leben in einer Höhle auf einer Müllkippe. Sie essen Schuhsohlen und trinken Stinkerbrühe. Und sie lieben alles, was Menschen ekelig finden.

Was passiert, wenn Olchis versuchen Weihnachten zu feiern?

Deshalb machten sich zwanzig neugierige Füchse und Löwen am Nikolaustag mit dem Bus auf den Weg nach Esslingen. Schon die Fahrt glich einer Achterbahn, was die Kindergartenkinder sehr lustig fanden. Mit einem kleinen Umweg über einen Spielplatz kamen wir pünktlich zur Aufführung „Schöne Bescherung, Olchis!“ in der Dieselstraße an.

„Jeder feiert Weihnachten auf seine ganz eigene Weise!“ Wie gut, dass der Olchi Papa diesen Satz in einem Weihnachtsbuch entdeckte. Denn das steltlen sie sofort unter Beweis: Die beiden Kinder bastelten einen Müllschneemann. „Lasst uns froh und dreckig sein“, oder „Mülltonne, klingelingeling…“ hörte man die Familie umgedichtete Adventlieder schmettern.

Oma und Mama stritten sich darüber, wie verbrannt die Staubflusenplätzchen nach eigenem Rezept aus Stinkerbrühe, Fliegeneiern und Fahrradöl aussehen müssen. Zur Freude unserer Kinder wurde der Teig mit den Füßen ausgewellt!

Als letztendlich der Schwanz von Feuerstuhl mit Fischgräten als Tannenbaum dekoriert wurde, war das Chaos perfekt…

Mit den Klängen von AC/DC und „Leise pieselt der Schnee“ in den Ohren, machten wir uns auf den Heimweg und staunten nicht schlecht. Da hatte doch der Nikolaus Nachrichten für uns auf der Straße hinterlassen. Einige Vorschulkinder lasen Botschaften wie „Füchse und Löwen, wo seid ihr?“ oder „der Nikolaus war hier.“ Dank seiner Pfeile und Sterne konnten wir dann auch tatsächlich 2 Säcke im Kinderhausgarten finden, die voller Aufregung in den Turnraum geschleppt wurden. Was da wohl drin war?

 

 

 

Laternenfest 7. November 2017

Ein wunderschönes Laternenfest erlebten die Kinder des Kinderhauses am vergangenen Dienstagabend. Zunächst wartete eine Überraschung im Kinderhaus auf sie. Zu leiser Musik durften sie in den Turnraum einziehen und sich vor einer stimmungsvollen Bühne einen Platz suchen. Beim darauffolgenden Schattenspiel waren sogar unsere Kleinsten mucksmäuschenstill und verfolgten gebannt die Handlung. Wegen des leichten Nieselregens gab es anschließend Punsch und leckeres Gebäck im Kinderhaus. Und dann endlich zogen wir hinaus auf die Felder, ließen unsere schönen Laternen leuchten, sangen  Laternenlieder und suchten die Sterne am Himmel. Als die Kinder ein wenig müde, aber sehr glücklich zum Kinderhaus zurückkamen erwarteten uns schon die Eltern. Dort sangen wir zu Trompetenklang noch einige Laternenlieder. Das klang so schön, dass sogar Nachbarn die Fenster öffneten und Applaus klatschten.

Den Erzieherinnen Eva Silberberger und Natascha Stanietz ein herzliches Dankeschön für die tolle Vorbereitung und auch Tobias Warth für sein Trompetenspiel!

Besuch der Bäckerei Hermann im Juli 2017

Am vergangenen Donnerstag machten die zukünftigen Schulkinder des Kinderhauses einen Besuch bei der Bäckerei Hermann. Wie werden eigentlich die leckeren Brezeln gemacht? Dieser Frage wollten die Kinder auf den Grund gehen. Klar war, da muss man einen Profi fragen.

Als die Kindergartenkinder bei der Bäckerei ankamen, war Bäcker Hermann schon bereit. Am Anfang wurde gemeinsam der Brezelteig gemacht. Die Kinder staunten über die großen Zutatenmengen – beim Backen zuhause ist das doch etwas anders. Fasziniert waren die Kinder auch von den tollen Maschinen. Eine teilte den Teig in kleine Teile und die nächste wickelte daraus Rollen. Nachdem mit vielen Kinderhänden viele tolle Brezeln gemacht wurden, kam dann noch eine tolle Maschine zum Einsatz. Eine Art Dusche verteilte die Lauge gleichmäßig auf den Brezeln. Am Ende kamen die Brezeln in den großen Backofen. Das Tolle war, sie waren in 10 min. fertig. Nach einer kurzen Abkühlzeit mussten natürlich die ersten Brezeln gegessen werden. Da war es plötzlich ganz still in der Backstube.

Wir danken Herrn Hermann ganz herzlich für die Zeit, die er den Kindern geschenkt hat. Sie haben viel Neues erfahren und waren sehr stolz auf ihre selbstgebackenen Brezeln, die sie in ihren Rucksäcken nach Hause tragen konnten.

Die Erzieherinnen des Kinderhauses Kunterbunt

Waldführung am 13. Juli 2017

In der vergangenen Woche fand die Kindergartenzeit des Kinderhauses Kunterbunt mal wieder draußen statt. Die Kinder und Erzieherinnen trafen sich morgens auf dem Waldheimspielplatz und wanderten dann gemeinsam zum Steinriegelplatz. Dort wurde ausgiebig gespielt und gebastelt. Auch wurden Geburtstage gefeiert und Feuer gemacht.

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Jägerin und Naturpädagogin Wiebke Neuske. Bevor es in den Wald ging, wurden wichtige Waldregeln besprochen. Außerdem stellte Frau Neuske den Kindern eine schwierige Frage. „Welches Tier ist das gefährlichste Tier bei uns in Deutschland?“ Die Kinder dachten an Schlangen, Wildschweine und andere Tiere. Die Antwort „die Zecke“ verblüffte die Kinder nicht schlecht. Die Exemplare hinter Plexiglas wurden dann ganz genau angeschaut. Gemeinsam wurde überlegt, wie man sich vor den Tieren schützen kann.

Aber dann ging das Abenteuer Wald los. Dort galt es mit allen Sinnen verschiedene Aufgaben zu lösen. Welche Geräusche höre ich im Wald? Gehört das Flugzeuggeräusch auch in den Wald? Habt ihr auch den Ruf des Mäusebussards gehört? Am Waldsofa angekommen, suchten die Kinder begeistert nach großen Ästen, um das Sofa noch besser auszubauen. Alle nahmen Platz und Fuchs, Marder und Eichelhäher kamen in die Kreismitte um genau betrachtet zu werden. Frau Neuske hatte in ihrer großen Kiste noch weitere Überraschungen zum Anschauen und Betasten für die Kinder dabei. Die Spuren des Fuchses erkannten die Kinder schon ganz gut, aber es galt noch 4 weitere Spuren zu erraten. Am Ende hatten die Walddetektive den Fall gelöst. Zur Erinnerung bekamen die Kinder eine Karte mit einer Tierspur.

Am Ende der Waldführung wurde es noch einmal spannend. Zu Beginn hatten die Kinder in der Rolle eines Eichhörnchens drei Nüsse versteckt. Nun mussten diese wieder gefunden werden. Das war gar nicht so einfach!

Wir danken Wiebke Neuske ganz herzlich für diese spannende und kindgerechte Waldführung und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Die Erzieherinnen des Kinderhauses Kunterbunt

Sommerfest am 8. Juli 2017

Hereinspaziert, hereinspaziert hier ist heut etwas los, der Zirkus kommt in unserer Stadt...

Mit einem bunten Programm begeisterten die Kinder des Kinderhauses ihre Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkels. Und in der Tat war es sehr beeindruckend was kleine Akrobaten, Pferde, wilde Löwen und Tiger, lustige Clowns, Fakire und Tänzerinnen alles darboten. Keine Hürde war ihnen zu hoch, keine Scherbe zu spitz, kein Feuerreif zu heiß und nicht nur die Clowns hatten allerlei zu lachen. Später dann, als längst der Zirkusvorhang gefallen war, die Mägen mit Gegrilltem, Salaten und leckeren Nachtischen gefüllt waren, zeigten die Kinder erneut viel Ausdauer bei der Spielstraße. Dass wir nun immer wieder durch  kleinen Regenschauer erfrischt wurden, tat der fröhlichen Stimmung keinen Abbruch. 

Gleich nach dem Fest meinte ein Mädchen: "...und nächstes Jahr werde ich ein Löwe!" Wie schön, dass die Kinder nach anfänglicher Aufregung so viel Freude hatten.

Die Löwen bei der freiwilligen Feuerwehr in Berkheim am 3. Juli 2017

8 Löwen (Vorschüler) des Kinderhaus Kunterbunt überfielen am Montag, den 3. Juli 17 die freiwillige Feuerwehr, um ihren Wissensdurst mit Erfahrungen löschen zu können.

Zuerst zeigten Boris und Wolfgang den Kindern die Fahrzeughalle, in der jeder Winkel und jede Klappe, Türe, etc inspiziert wurde. Da gab es einige Geräte, die gar nicht so leicht waren z.B. Schlauchkörbe, Stahlrohre, oder die Rettungsschere. Die Kinder staunten nicht schlecht, was so ein Fahrzeug alles dabeihaben muss! … Geduldig wurde von den Feuerwehrmännern jede Frage beantwortet:

-        Gibt es Frauen bei der Feuerwehr? (3 in Berkheim)

-        Ab wann darf man eigentlich anfangen? (ab 8 Jahre gibt es Jugendgruppen)

-        Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr? (Antwort der Kinder: „Die eine macht es freiwillig und bei der anderen kann man schlafen!“) u.v.a.

-        Warum hängen da Ketten unter dem Auto? (tatsächlich für Glätte…)

Dann endlich durften die Löwen in das Feuerwehrauto klettern und…

wurden mit lautem „Tatütata“ auf den Hof gefahren. Mit viel Spaß und „Feuereifer“ wurden dann die Schläuche ausgerollt, damit jeder einmal den Berkheimer Wald löschen durfte (manch Spaziergänger wunderte sich sicherlich über den plötzlichen Regen?).

Leider ging der „coole“, interessante und schöne Vormittag viel zu schnell zu Ende. Den beiden „großen“ Feuerwehrmännern Boris und Wolfgang ein herzliches Dankeschön. Den einen oder anderen begeisterten kleinen Feuerwehrmann/frau sehen sie bestimmt mal wieder.

 

Die Löwen und Erzieherinnen des Kinderhaus Kunterbunt

 

 

Ausflug und Übernachtung der Löwen Juni 2017

"Kleine Helden unterwegs"

Schon seit Monaten freuten sich unsere Vorschulkinder, die „Löwen“ auf ihren Ausflug mit anschließender Übernachtung. Doch trotz aller Freude blieb da nicht selten ein bisschen Anspannung. Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie ohne Mama und Papa in einer anderen Umgebung übernachten durften. Auch andere Heldentaten galt es an diesem Tag zu bestehen: Bus und Bahn hatten so viel Verspätung, dass wir erst nach einer langen Geduldsprobe an unserem Ziel, dem Märchengarten in Ludwigsburg, ankamen. Sonnige 34 °C waren auch eine Herausforderung. Doch im Blühenden Barock waren alle Strapazen vergessen. Unzählige Rasensprenger waren aufgestellt und voll Wonne erfrischten Kinder wie auch Erzieherinnen sich unter dem herrlichen Wasserregen. Natürlich lockten uns im Märchenpark vor allem die Stationen, die reichlich Wasser und Schatten boten. So zählten manche Kinder über 30 Bootsfahrten und andere ließen sich beim Froschkönigteich nass spritzen. Nach einigem Zögern trauten sich auch alle Kinder in die Herzogschaukel. Flaue Gefühle im Magen waren mit einem anschließenden Eis schnell vergessen. Ein erfrischender Höhepunkt war natürlich auch der Wasserspielplatz, auf dem wir uns noch lange erholten. Heldenhaft schafften wir den Heimweg. Kurz schien es, als ob die Kinder nach dem letzten Anstieg von der Bushaltestelle zum Kinderhaus jegliche Kraft verlören. Doch im Kinderhaus angekommen regenerierten sie sich zum Schrecken ihrer Erzieherinnen in Sekundenschnelle und tobten sich im Garten mit Wasser, bei Kissenschlachten und mit einer Disco noch kräftig aus. Dass sie ihre lang angekündigte Mitternachtsparty dann doch verschliefen und nur wohliges Schnarchen zu hören war, ließ uns Erzieherinnen etwas schmunzeln. Trotz den vielen Erlebnissen, der Anstrengung und der Hitze schafften es alle Kinder im Kinderhaus zu übernachten. Eine Heldentat! Und ein kleiner, auch für manche Eltern gar nicht so leichter Schritt zum Größerwerden. Als eine Mutter sich beim Abschied bedankte und meinte, nirgendwo sonst glaubte sie ihr Kind so gut und sicher aufgehoben, wie bei uns, freuten wir uns sehr und danken allen Eltern unserer großen „Löwen“ für das entgegengebrachte Vertrauen in einer langen Kindergartenzeit.

Die Erzieherinnen des Kinderhauses Kunterbunt

Waldwoche vom 15.-19. Mai 2017

 

Schon lange fieberten unsere großen Kinder der Waldwoche entgegen. Endlich wieder den ganzen Tag im Freien sein und viele Abenteuer erleben!

Ein bisschen sorgten wir Erzieherinnen uns um unsere jüngeren Kinder. Werden sie die Wegstrecke vom Waldheimspielplatz bis zum Steinriegelplatz laufen können und sich mit der veränderten Umgebung und den neuen Rahmenbedingungen anfreunden? Aber unser Sorge war unbegründet: große und kleine Kinder fühlten sich wohl, liefen verwachsene und breite Wege, fanden Ruhe und Erholung beim Spiel an einer Pfütze, beim Blumensammeln, beim Vorlesen auf der Wiese, Steine bemalen oder Lager bauen. Und auch der Abenteuerlust und dem Forscherdrang unserer Kinder waren kaum Grenzen gesetzt: so wurden Feuer entfacht, Stöcke geschnitzt, Stockbrot gebacken, Frösche gesucht, Bäche erklommen,  der "Urwald" bezwungen und vieles mehr. Wir freuen uns schon auf die nächste Waldwoche im Juli.

Papa-Kind-Nachmittag am 17.03.2017

 „Halli hallo, herzlich willkommen!“ Mit diesem Lied begrüßten die Kinder ihre Papas und Opas am vergangenen Freitag im Kinderhaus Kunterbunt. Unsere Sorge, ob vielleicht Kinder oder gar Papas am späten Freitagnachmittag schon zu müde sind, war völlig unbegründet. Spätestens nach einem fetzig gesungenen „Was machen wir mit den müden Papas“ begleitet von einigen Kniebeugen, herrschte fröhliches und munteres Treiben im Kinderhaus. Gemeinsam mit den Papas und Opas durften alle Ecken bespielt und entdeckt werden. Turbulent ging es im Turnraum zu. Dort lud ein Parcours zum ausgelassenen Hüpfen und Kräftemessen ein. Hochkonzentriert und jeden überflüssigen Luftzug vermeidend wurden dagegen im Bauzimmer meterhohe, schwankende Türme gebaut und rasante Zugstrecken gelegt. Sehr begehrt war auch unser Fotostudio. Mit allerlei lustigen Verkleidungsutensilien wurden witzige Fotos von den Kindern mit ihren Papas gemacht. Spannend waren auch unterschiedliche Aufgaben zum Magnetismus und zur Elektrizität an den vorbereiteten Experimentiertischen. Eine Herausforderung war z.B. möglichst viele Teile an einen Magneten zu hängen. Dabei waren Rocco und sein Papa ziemlich unschlagbar! Gut gebrauchen konnten die Kinder auch Papas oder Opas Unterstützung beim Basteln von lustigen Fangbechern. Manche Kinder kuschelten auch einfach nur gemütlich auf Papas Schoß und schauten Bücher oder ihre Portfolioordner an. Und wenn man dann doch ein bisschen erschöpft von all dem Tun war, konnte man sich bei einem gesunden Imbiss in der Küche stärken.

Dunkel war es als wir uns schließlich wieder zum Abschlusskreis im Turnraum trafen. Und manch einem müden Kind wäre das anschließende Anziehen schwer gefallen, hätte es nicht diese Abschlussüberraschung gegeben: Durch unsere Feuerrutsche hindurch durften die Kinder in die dunkle Nacht hinausrutschen. Da war so manches Kind blitzschnell angezogen.

Wir haben uns sehr gefreut, dass es so vielen Papas und ersatzweise Opas möglich war, an unserem Vater-Kind-Nachmittag teilzunehmen. Die Kinder werden sich noch lange an den schönen Erinnerungsfotos in ihren Ordnern freuen!

Die Erzieherinnen des Kinderhauses Kunterbunt

Ausflug ins Mercedes-Benz-Museum am 10.03.2017

„Ein Wagen ohne Pferde, der allein fahren kann – das wäre gut. Vielleicht erfinde ich das alles, wenn ich groß bin…“ Diese Vision hatte der junge Gottlieb Daimler, als er abends völlig erschöpft auf einer Bank neben seinem Vater saß. Den ganzen Nachmittag hatte er schwere Lasten herumgetragen: einen Korb voller Gebäck ausgeliefert und später Mehlsäcke vom Marktplatz zur väterlichen Bäckerei getragen. Dabei wollte er doch viel lieber an seinem Schreibtisch exotische Tiere zeichnen.

Schlussendlich erfindet Daimler eines Tages den Tausendfüßler, einen Lastwagen mit drei Radachsen, der die Geschichte des Transports revolutioniert.

Gespannt verfolgen unsere Füchse und Löwen die fiktive Erzählung rund um den jungen Gottlieb im Mercedes-Benz-Museum, das wir anlässlich des Workshops „Gottlieb und der Traum vom Transport“ gemeinsam besuchen.

Bald schon dürfen auch unsere Kindergartenkinder aktiv werden: die eben noch stillen Zuhörer verwandeln sich in geschäftige und eifrige Bastler. Die bereitgelegten Papiermodelle werden zuerst bemalt, dann aus ihrem Stanzbogen geschnitten, gefaltet und schließlich zusammengeklebt. Nun müssen nur noch die Radachsen mit den Rädern befestigt werden. Das alles ist gar nicht so einfach und erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Ein Mädchen stellt beim Betrachten des fertigen Lastwagens begeistert fest: „Hast du gesehen, dass die Räder in echt rollen?“ Und schlägt dann vor: „Wollen wir auf dem Boden spielen mit dem?“

Alle sind sichtlich stolz auf ihre geschaffenen Werke und führen sie bei einem abschließenden Schaulaufen, das von viel Applaus begleitet wird, den anderen vor. Ja, und wenn man den passenden Vornamen hat, kann man sein Gefährt auch gleich zum Mercedes-Ben umtaufen.

Nach getaner Arbeit ist es Zeit für ein Vesper und ein wenig Bewegung. Bei strahlendem Sonnenschein erobern wir die Weltmeisterskulptur vor dem Museum. Der Platz hinter dem Lenkrad ist heiß begehrt und wird eisern verteidigt. Aber für eine Tüte Gummibärchen ist auch der größte Rennfahrer bereit, das Steuer irgendwann einmal zu räumen.

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell. Mit unseren Tausendfüßlern, geschenkten Mercedesanhängern und vielen neu gewonnenen Eindrücken im Gepäck machen wir uns glücklich auf den Heimweg.

 

 

Ausflug der Löwen in die Kinderklinik am 2. Februar 2017

Erstaunt begutachteten Fahrgäste im Bus und später die wartenden Eltern unsere Vorschulkinder (Löwen), als sie am vergangenen Donnerstag von einem Ausflug zurückkamen. Hatten sie doch an unterschiedlichen Köperteilen dicke Verbände. Was war passiert? Gab es wieder Blitzeis? Oder haben die Erzieherinnen nicht richtig auf die Kinder aufgepasst? Aber nein! Lachend klärten die Kinder die Erwachsenen auf. Sie waren in der Kinderklinik in Esslingen! „Wir haben gebrochene Knochen von innen angeguckt, haben mit einem 'Leuchtefinger' unsere Herzschläge gemessen und durften uns sogar verbinden lassen.“ Und ein Mädchen meinte voller Stolz: „Ich habe mich als Einzige getraut eine Mütze mit Kabeln und Steckern aufzusetzen, damit kann man das Gehirn untersuchen.“ Gemeint war wohl ein EEG. Einig waren sich die Kinder, dass ein Aufenthalt in der Kinderklinik nichts Schlimmes ist. „Professor Dr. von Schnakenburg ist so nett und es gibt sogar Wohlfühlzimmer! Man kann Tischfußball spielen.“ Ein Junge schwärmte:“ Die Betten sehen richtig gemütlich aus, am liebsten hätte ich ein Nickerchen gemacht. Und Eltern dürfen auch übernachten.“ Ein Mädchen erklärte: „Wenn ich groß bin, werde ich Ärztin oder Krankenschwester oder am besten beides.“

Wir danken Prof. Dr. von Schnakenburg und seiner pädagogischen Mitarbeiterin Frau Broll ganz herzlich für die spannende und kindgerechte Führung. Sie tragen damit wesentlich dazu bei, Kindern Ängste vor möglichen Krankenhausaufenthalten zu nehmen.

Die Erzieherinnen und „Löwen“ des Kinderhauses Kunterbunt